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Vorbereitungen für die Zucht

Während einige Züchter sich noch für die letzte große Schau kurz vor Weihnachten in Dortmund vorbereiten sind andere schon voll in der Planung für 2016. Die ersten Zuchtstämme stehen, Zuchtfutter wird bestellt und Pläne für die erste Brut geschmiedet. Bei der Zuchtvorbereitung gilt es einiges zu beachten. Einige Anregungen hierzu soll der folgende Text geben. 

Die ganze Zucht steht und fällt mit zwei elementaren Bestandteilen: Der Legeleistung der Hennen und der Befruchtungsleistung des Hahns. Immer wieder klagen Züchter und Halter über eine mangelnde Befruchtung, schlechte Legeleistung oder einen nicht zufriedenstellenden Schlupf. Um diesen Problemen in der kommenden Saison besser begegnen zu können, möchte ich an dieser Stelle einige Tipps geben, die derartige Probleme aus der Welt schaffen können. Als erster Schritt in der Zuchtvorbereitung sollten die auf Schaukondition getrimmten Hennen abgespeckt werden. Denn fette Hühner legen keine Eier. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Weit verbreitet ist eine Futterumstellung auf Gerste und/oder Hafer für  ein bis zwei Wochen. Dadurch specken die Hennen gut ab und die verfetteten Eierstöcke sind wieder voll für die Produktion von Eiern eingestellt.

Ein zweiter Schritt in Richtung erfolgreiche Brut stellt die Tageslichtverlängerung dar. Im Winter lässt die Produktion von Eiern deutlich nach. Um das zu verhindern wird der Stall zusätzlich zum Tageslicht beleuchtet. Hier empfiehlt es sich, den Tag früher beginnen zu lassen. Eine Beleuchtung bis spät in die Nacht bringt wenig, da die Hühner trotz Helligkeit am Abend auf die Stange gehen und schlafen. Nach zwei bis drei Wochen beginnen die Hennen dann zu legen. Doch noch nicht zu früh gefreut. Auch die Spermaproduktion beim Hahn wird über den Lichteinfall ins Auge gesteuert. Damit diese anläuft benötigen Hähne aber einige Zeit mehr als Hennen, so, dass erst nach 4 Wochen nach Beleuchtungsbeginn eine zufriedenstellende Befruchtung erreicht wird. Bei der Beleuchtung ist zu beachten, dass die Leuchtquelle wirklich hell ist. Eine kleine Glühbirne die ein Dämmerlicht erzeugt hat nicht den gleichen Effekt wie eine lange Leuchtstoffröhre. Hier zu sparen wäre definitiv der falsche Ansatz. Da Hühner ein sehr schnelles Auge haben, nehmen sie das Flackern von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen deutlich wahr. In meinen Augen eine Unzumutbarkeit für die Tiere. Deshalb haben sich bei mir im Stall Leuchtröhren etabliert, die ein elektronisches Vorschaltgerät enthalten, wodurch ein Flackern des Lichts für die Tiere nicht mehr wahrnehmbar ist. Diese Leuchtstoffröhren haben zudem ein erweitertes Lichtspektrum, das dem der Sonne sehr ähnlich ist. Sie enthalten auch UV-Spektren, die vom Huhn wahrgenommen werden und unter anderem der Individualerkennung in der Herde dienen, was wiederum Rangkämpfe reduziert.

Der dritte wichtige Schritt zu einer erfolgreichen Brut stellt die Ernährung der Zuchttiere dar. Nach der Abspeckphase sollte auf ein vitaminreiches Zuchtfutter umgestellt werden. Die Versorgung mit Rohprotein darf nicht zu hoch sein, sollte aber deutlich höher ausfallen als beim Junghennen-Futter. Eine Zufütterung von Sonnenblumenkernen, tierischem Eiweiß und Mineralpräparaten führt zu einer ausgewogenen Zuchtfütterung. Die Henne kann alle benötigten Komponenten für ein Ei ioaus dem Futter beziehen und so für ein einwandfreies Brutei sorgen. Ein zu hoher Rohproteingehalt führt zu sehr großen Eiern. Das erscheint auf den ersten Blick gut ist aber für die Brut ungeeignet, da die Küken im überschüssigen Eiweiß während des Schlupfes ersticken können.

Zum Schluss noch einige Wort zur Zuchtstammgröße. Hier gibt es unter Züchtern verschiedenste Ansichten. Der eine zieht mit 1,12 und hat gute Ergebnisse, die anderen ziehen mit 1,2 und klagen über mangelnde Befruchtung. Einen Königsweg gibt es hier sicherlich nicht. Als Richtwert kann man bei unseren Rassen aber sagen, dass die Zuchtstammgröße 1,5 nicht überschreiten sollte. Bei Seidenhühnern kann zusätzlich noch die Kloakenregion etwas freigeschnitten werden, um die Befruchtungsrate zu verbessern. Bei Zwerg-Haubenhühnern ist es im Winter empfehlenswert, die Hauben etwas zu schneiden, damit bei einem Eintunken in die Tränke die gefrorenen Federn nicht in das Sichtfeld hängen. 

Wer diese recht einfach umzusetzenden Tipps beherzigt sollte einen guten Grundstock für eine erfolgreiche Zucht 2016 gelegt haben.

Stuttgart, 24.11.2015

Philipp Galley